Hiroshima-Ginkgo von Mayors for Peace im Gemeindepark eingeweiht

Am 9. Juli waren wir Teil eines ganz besonderen Momentes im Bürgerpark in Havixbeck.

Im Rahmen des Flaggentages der internationalen Initiative „Mayors for Peace“ – Bürgermeister gegen Atomwaffen, wurde ein Ginkgo Baum gepflanzt, aus den Samen eines Baumes, der den Atomangriff auf Hiroshima überlebte.

Sehr gerne teilen wir hier die Schrift des Friedenskreises der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck-Billerbeck:

„Als über Hiroshima die erste Atombombe gezündet wurde, starben hunderttausende Menschen. Die Stadt wurde nahezu vollständig zerstört. Einer der wenigen Bäume, die das Inferno überlebten, war ein Ginkgo. Entgegen aller Erwartungen bildete er schon bald wieder neue Triebe und Knospen. Für viele Überlebende wurde dieser Baum zu einem Zeichen dafür, dass selbst nach größter Zerstörung neues Leben entstehen kann.

Der nun bald in der Öffentlichkeit des Bürgerparks wachsende Ginkgo entstammt den Samen dieses Baumes. Der Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule schenkte ihn der Gemeinde Havixbeck bereits im Jahr 2019. Mit seiner Einweihung am Donnerstag, den 9. Juli, 11.30 Uhr, erhält er nun neben der Schutzhütte einen gut sichtbaren Platz hinter der Grundschule, einem Ort, an dem Bürgerinnen und Bürger innehalten und über Frieden, Versöhnung und Verantwortung nachdenken können.

So erhält Havixbeck ein dauerhaftes Friedenssymbol, das an die Schrecken des Atomkrieges erinnert und zugleich Hoffnung für die Zukunft vermittelt. Eine Informationstafel wird die Geschichte des Baumes erläutern. Sie erinnert an die Opfer von Hiroshima und verbindet damit eine klare Botschaft: Atomwaffen dürfen nie wieder eingesetzt werden.

Ziel muss ihre weltweite Abschaffung sein. Zugleich verweist der Ginkgo auf die Kraft zur Erneuerung, die allem Leben innewohnt – eine Botschaft der Hoffnung, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Damit verbindet Havixbeck ein sichtbares Bekenntnis zu Frieden und Abrüstung mit einem bleibenden Erinnerungsort. Der Hiroshima-Ginkgo soll künftig nicht nur Mahnmal sein, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Friedensbildung. Er erinnert daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu geschaffenen und bewahrt werden muss (.)“